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21.08.2009Klaus Dobrindt antwortet auf die Fragen des Stadtspiegels![]() Was befähigt Sie für das Amt des Oberbürgermeisters? Als gebürtiger Bottroper kenne ich unsere Stadt und die hier bestehenden Probleme bestens. Seit 10 Jahren bin ich Mitglied im Rat der Stadt. Gesunder Menschenverstand und Sinn für Viele Bürger verfolgen die Entwicklung der Innenstadt mit Sorge. Was wollen Sie tun, um ein Ausbluten der City zu verhindern? Die Revitalisierung der Bottroper Innenstadt ist die wichtigste kurzfristige Aufgabe und muss deshalb zur Chefsache erklärt werden. Eine Persönliche Intervention bei den Besitzern des Hansa-Zentrums zwecks Beschleunigung der Maßnahmen, regelmäßige Gespräche mit der Für das Jahr 2018 ist der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau geplant. Viele Arbeitsplätze würden dann in Bottrop wegfallen. Wie kann sich die Stadt schon jetzt vorbereiten? 1. Die bald ungenutzten Bergwerksflächen müssen bereits heute für eine zukünftige Gewerbeansiedlung überplant werden. 2. Neben vielen kleineren Freiflächen in praktisch allen bestehenden Gewerbegebieten muss die Industriebrache der Kohle-Öl-Anlage schnell einer erneuten gewerblichen Nutzung zugeführt werden. 3. Leergezogene Betriebsflächen in den älteren Gewerbegebieten müssen einer Folgenutzung zugänglich werden. 4. Kooperation mit den Nachbarstädten. Hier herrscht kein Mangel an Industriebrachen. Wie kann die Belastung für Bergbaugeschädigte so gering wie möglich gehalten werden? 1. Durch den Verzicht von Abbau unter bewohntem Gebiet. 2. Durch eine schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Bearbeitung von Bergschäden. Hier muss sich die Verwaltung ebenso und in dem Maße mit einbringen, wie sie es in der Vergangenheit getan hat, wenn sie dem Bergbau geholfen hat. Betroffene, die fachlich nicht selbst in der Lage waren, ihr Anliegen vorzubringen, konnten nicht wirklich immer davon ausgehen, gerecht behandelt zu werden. 3. Durch den Verzicht auf Quersubventionierung oder gar auf das Abwälzen von bergbaubedingten Kosten auf die Anwohner, wie zuletzt beinahe geschehen bei der Entwässerungsproblematik in Grafenwald.
Geräusch durch Freiluftveranstaltungen oder Biergärten kann das Stadtklima durchaus verbessern. Ich würde manches darum geben, wenn sich die Gastronomie-Szene in Bottrop weiterentwickelt. Da, wo Lärm ein echtes Problem darstellt oder gar krank macht, muss eingeschritten werden. Ich nenne hier die Bahnanlage in Vonderort, die B224 in Welheim, die Friederich-Ebert-Straße und die Peterstraße als prägnante Beispiele. Viele junge Bottroper beklagen, dass es in der Stadt zu wenig Angebote für Jugendliche gibt, beziehungsweise dass die vorhandenen Angebote mit zu hohen Kosten verbunden sind. Was kann die Politik tun? Die Möglichkeiten der Politik sind hier begrenzt. Vieles in diesem Bereich wird durch private Betreiber oder Veranstalter realisiert. Hingegen wäre die Durchführung von zusätzlichen Einzelevents wie ein Open-Air-Kino auf dem neuen Berliner Platz oder die Ausstattung von Jugendeinrichtungen über die Tischtennisplatte und den Kicker hinaus mit städtischen Mitteln realisierbar und angebracht. In unseren zahlreichen offenen Einrichtungen müssen wir darauf achten, dass nicht nur Angebote für Kinder, sondern auch vermehrt für Jugendliche gemacht werden – also auch abends und am Wochenende. Zurück |


