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22.08.2010

ödp: Verbindlichen Zeitplan für Brücke Prosperstraße festlegen

„Das Problem ist die Bahn – nicht die Straße“

Mit Entsetzten hat die ödp die Nachricht der Verwaltung zur Kenntnis genommen, das neue Erkenntnisse die längst überfällige Problemlösung „Brücke Prosperstraße“ verhindern könnten. Die geplante Tieferlegung der Straße bringt anhand eines neuen Gutachtens Probleme mit den Fundamenten der Brücke.

Das Problem mit der Brücke, unrühmlich bekannt für regelmäßige Fälle von steckengebliebenen LKW, sollte nach der Beendigung des terminlich lange überfälligen Brückenneubaus auf der Horster Straße am Bahnhof Boy, endlich angegangen werden. Die Politik, die sich schon seit Jahren mit dem Thema beschäftigen musste, hatte dafür auch schon Mittel im Haushaltsplan für 2011 eingestellt.

Die von allen Fraktionen seit Jahren geforderte und eigentlich schon gefundene Lösung für das Problem scheint nun daran zu scheitern, das die Straße nicht im geplanten Umfang tiefer gelegt werden kann, ohne die Fundamente der Brücke teilweise freizulegen. Ein erstes Gutachten, auf dem der Beschluss zur Tieferlegung basiert, hatte dies offensichtlich nicht berücksichtigt. Nach den Sommerferien sollten die politischen Gremien neue Informationen bekommen.

„Es muss nochmals deutlich gesagt werden: das Problem ist nicht die Straße, sondern die Brücke“ so Stefan Krix, Bezirksvertreter der ödp „seit Jahren ist die Brücke einer der größten optischen Schandflecke in Bottrop und eine Gefahr für alle Radfahrer, Fußgänger und Autos die sich unter ihr bewegen müssen. Die Bahn verweigert sich hier konsequent ihrer Verantwortung und ist nicht in der Lage oder willens, klare Aussagen zur weiteren Nutzung zu machen“.  Sollte an der Straße unter der Brücke nichts gemacht werden könne, sei die Bahn in der Pflicht, etwas an ihrer Brücke ändern.

Lediglich peinlich anmutende Schilder mit der Aufschrift ‚Wandputz kann abbrechen‘ aufzustellen sei keine adequarte Maßnahme meint Krix und fordert den technischen Beigeordneten nun auf, härtete Geschütze in den Diskussionen mit der Bahn aufzufahren. „Die unendliche Geschichte mit der Lärmschutzwand in Vonderort und auch die Verspätung beim Brückenneubau in der Boy sind auf die unzureichende Kooperation der Bahn zurückzuführen. Die Stadt sollte keinen dritten Fall zulassen und jetzt einen verbindlichen Zeitplan für die Brücke Prosperstraße einfordern“

WAZ vom 23.08.2010



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