|
|
10.11.2011Antrag der ÖDP für den Bau- und Verkehrsausschuss![]() des Bau- und Verkehrsausschusses Herrn Josef Ludes 10.11.2011 Sehr geehrter Herr Ludes, die ÖDP-Ratsfraktion beantragt das Thema: Baumfällungen im Bereich Lindhorst- / Siegfriedstraße / Stadtteiche / Bernh. Jäger Weg auf die Tagesordnung der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschuss am 08. Dezember 2011 zu setzen. Begründung: Am 25.10.2011 hat die Anwohnerin Frau Christiane Holtmanns-Wittke, Siegfriedstr. 86 unser ordentliches Mitglied (Sachkundiger Bürger) im Bauausschuss, Willi Urban, angerufen, dass ca. 200 Bäume in einer großen Waldparzelle im Landschaftsschutzgebiet „Stadtwald“ im Bereich der Lindhorststraße / Siegfriedstraße / Stadtteiche und Bernh. Jäger Weg mit roten und grünen Strichen sowie einige mit weißen Kreisen gekennzeichnet wurden. Herr Urban hat sich sofort vor Ort mit Frau Christiane Holtmanns-Wittke und weiteren Anwoh-nern getroffen und die gekennzeichneten Bäume angesehen. Der Eindruck war, dass viele Bäume vital und standsicher sind und erhalten bleiben könnten. Daher hat Willi Urban noch am gleichen Tag Herrn Klaus Arentz vom Fachbereich Umwelt und Grün (Umweltamt 68) per E-Mail angeschrieben und ihn um eine Stellungnahme gebeten. Insbe-sondere wollte er wissen: Was bedeuten die verschiedenen Kennzeichnungen an den Bäumen und wer hat über die Fällung der einzelnen Bäume entschieden? Des Weiteren muss begründet werden, warum so viele Bäume gefällt werden müssen. Die Antwort von Herrn Arentz ist am 27. Oktober 2011 bei Herrn Urban eingegangen. Aufgrund von weiteren Anfragen von Bürgern bei der Baum- und Grünschutzinitiative Bottrop sowie der Überprüfung des Antwortschreibens von Herrn Arentz haben sich Willi Urban und Jürgen Schmidt (Initiative) die Bäume in der vorgenannten Waldparzelle noch einmal angesehen. Dabei kamen Sie zu folgendem Ergebnis: 1. Es ist richtig, dass zur Aufrechterhaltung der Waldfunktionen Durchforstungsmaßnahmen nötig sind. Durch diese Maßnahmen kann und soll die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes erhalten werden. 2. Die anstehende Maßnahme beinhaltet zwar die Entnahme von Einzelbäumen, aber wir hoffen, dass es zu keinem Kahlschlag führt. 3. Da, wie erwähnt, die meisten Bäume noch relativ vital und standsicher sind und wir auch die intakte Waldparzelle auf Jahrzehnte hinaus erhalten wollen, schlagen wir den Femelschlag vor. Denn der Verjüngungszeitraum beim Femelschlag vom ersten Auf-lichten über Kernen bis zum Entfernen der letzten Altholzreste dauert je nach Tiefe zwischen 20 und 40, in besonderen Fällen bei sehr langsamem Fortschreiten bis zu 60 Jahren. 4. Es stellen sich die Fragen: „Warum sind vielmehr gesunde Bäume zum Fällen gekennzeichnet worden, als geschädigte, kranke Bäume? Sind somit auch wirtschaftliche Gründe für die Baumfällungen vorhanden?“ Herr Vorsitzender, aus den vorgenannten Gründen bittet die ÖDP-Ratsfraktion, dass einerseits der Einladung zur Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 08.12.2011 das Forstbetriebsgutachten zur Forsteinrichtung der FBG (Forstbetriebsgemeinschaft) Bottrop für diesen Bereich beigelegt wird und andererseits der zuständige Forstbeamte des Landesbetriebes Wald und Holz, der die Bäume gekennzeichnet hat, zur Sitzung eingeladen wird, um Rede und Antwort zu stehen. Das heißt aber auch, dass vor der Bauausschusssitzung am 08.12.2011 auf keinen Fall mit den Baumfällungen begonnen werden darf. Willi Urban ÖDP-Mitglied im Bauausschuss Zurück |


